Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL)

Das System Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) wurde in den USA entwickelt und hat sich als bewährtes Messinstrument in der berufsbezogenen Rehabilitation etabliert.

Mit 29 standardisierten funktionellen Leistungstests (Heben, Tragen, Überkopfarbeit, Knien, Handfertigkeit, u.a.) wird die arbeitsbezogene, ergonomische Belastbarkeit des*der Patient*in realitätsgerecht von speziell ausgebildetem ärztlichen und therapeutischen Fachpersonal untersucht und beurteilt.

Das EFL-Testing dauert ca. 5 – 6 Stunden und findet an zwei aufeinanderfolgenden Tagen statt. Die Leistungstests erfolgen patientenspezifisch, krankheitsbezogen und arbeitsplatzorientiert und simulieren die Arbeitssituationen der jeweiligen Proband*innen.

Ziel dieser Untersuchung ist eine realitätsgerechte Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und -möglichkeiten, sowie eine detaillierte Erfassung der körperlichen Fähigkeiten und Defizite zur Planung einer beruflichen Rehabilitation. Für eine erfolgreiche berufliche Reha ist die Feststellung der Arbeitsfähigkeit und verbliebener funktioneller Einschränkungen von entscheidender Bedeutung.

EFL-Kurztests gehören unverzichtbar zu jeder berufsbezogenen Rehabilitation (MBOR, ABMR). Zum umfangreichen, zweitägigen standardisierten EFL-Test können Personen im Rahmen von Gutachten durch Sozialleistungsträger zugewiesen werden.